Hallo ihr Lieben :-)
heute möchte ich euch einen aktuellen Einblick in unseren Clemens geben bzw. euch ein bisschen aufzeigen, was er in den letzten Wochen erreicht hat.
"Mama/Papa smusen." Schmusen steht nach wie vor ganz hoch im Kurs. Was sehr angenehm ist :-)
Mittlerweile kuschelt er auch mit dem ein oder anderen Kind und sogar Erwachsene, die er sehr mag.
Eine ganze Reihe an Liedern und Büchern finden ebenfalls den Weg aus seinem Mund. Für Fremde ist nach wie vor nur ein Bruchteil verständlich, wir Eltern verstehen ihn doch etwas besser, da wir ja die Texte kennen.
Seine Sprachentwicklung ist im Moment anscheinend sowieso der Bereich, der am meisten Fortschritte zeigt. Er spricht im Moment vermehrt und äußert auch Sätze, die er so vor einigen Wochen noch nicht gesagt hat. Mittlerweile sagt er ab und zu, dass er etwas trinken möchte: "Clemens, willst du was trinken? Ja" Er führt die Konversation zwar komplett alleine, da er sich die Frage auch direkt beantwortet, aber immerhin kommt dieser Satz überhaupt vollständig aus seinem Mund.
Ansonsten kann er Bedürfnisse, wie Hunger etc. nicht verbalisieren, aber er kommentiert sein Tun meist in vollen Sätzen. Nach wie vor spricht er von sich in der dritten Person.
Nach wie vor hängt es auch am Verständnis für Dinge, die wir sagen. Oft versteht er nur Bahnhof.
Seine Leidenschaft für Musik hat etwas abgenommen. Man darf ihm nur noch abends beim Zubettgehen singen, ansonsten nur maximal summen. Er singt sich lieber selbst :-) Oder summt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie exakt er doch die Melodie beibehalten kann, auch ohne direkte Musik im Hintergrund. Der Text ist zwar meist alles andere, als das, was tatsächlich gesungen wird, aber für ihn machen die Fantasieworte offensichtlich Sinn.
Ansonsten nimmt er sich eine seiner Spielfreundinnen als Vorbild für gewisse Dinge. Er stand oft vor der Rutsche und man merkte, dass er hoch laufen wollte, sich aber nicht traute. Dann sah er sie eines Tages die Rutsche hoch laufen und siehe da, er traute sich :-)
Von ihr schaute er sich auch das Klavierspielen ab. Mir schaute er nur zu, aber ließ sich einfach nicht ermutigen auch mal die Tasten zu berühren. Irgendetwas hielt ihn immer zurück. Und als er sie auf dem Klavier spielen sah, traute er sich auch.
Ich bin gespannt, was uns da noch erwartet :-)
Ansonsten hat er uns in den letzten Wochen mit dem ein oder anderen Streich auf Trab gehalten ;-)
Ich glaube, ich hatte irgendwann mal erwähnt, dass es ihn ab und an mal überkommt und er Dinge ins Klo wirft und abdrückt.
Vor einigen Wochen war es also so, dass ich ihn zwar im Bad hörte, aber mir nichts dabei gedacht habe...
Nunja, etwas später am Tag musste ich leider feststellen, dass die Toilette schon wieder schlecht spülte. Wir nahmen uns vor mal zu gucken, ob es sich von alleine löst. Tage später hatte sich das Problem aber immer noch nicht von alleine erledigt... Gut, also musste der Papa wohl mal an die Schüssel :-D
Ratet mal, was er rausgefischt hat.
...
...
...
Den Klostein
In diesem Sinne ;-)
Bis Bald
Eure Stina
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Dienstag, 1. Mai 2018
Sonntag, 29. April 2018
Manchmal ist es einfach schwer
Hallo ihr Lieben,
heute mal wieder was zum Thema Elternschaft.
Manchmal hat man so Tage, da drückt die ASS wie eine Bürde. Eine schwere Bürde.
Heute ist so ein Tag.
Clemens war in den letzten Wochen sehr intensiv. In so vielem.
Zum einen hat er einen unglaublichen Fortschritt im sozialen Bereich gemacht. Nicht nur in der KiTa, sondern auch zu Hause sucht er Kontakt zu den Kindern, geht auf sie zu, spricht sie an und die ein oder andere Person bekommt sogar eine Umarmung :-)
Zu Hause hat er es lieber überschaubar mit nur einem weiteren Spielgefährten, oder besser Spielgefährtin. Sobald es mehrere Kinder werden, wird es ihm zu viel und er zieht sich eher wieder zurück. Aber die Dynamik verschiebt sich dann ja eh. Die "normalen" Kinder suchen dann eher zueinander Kontakt. Ich denke, das kommt ihm durchaus gelegen. Nicht schön anzusehen, aber da muss man sich eben immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass sein, ich nenne es mal "Zustand" , dies eben mit sich bringt und es für uns schmerzhafter ist, als für ihn.
Außerdem beginnt er gerade auch mit diesen Kindern dieses "Alles-ist-meins-Spiel". Seine Puppen, seine Schaukel, er will rutschen... Die Liste ist endlos :-)
Dem entgegenzusetzen ist leider seine extreme Wut und sein doch vermehrtes Abschalten. Dadurch wird der Alltag zu einem unglaublichen Grenzgang. Ein Balanceakt auf einem Drahtseil unter dem Feuer züngelt.
Heute haben er und ich ein Mutter-Sohn-Date gehabt, was sehr schön und doch sehr anstrengend war.
Wir wollten in die Eisdiele und ich habe das Auto extra weiter weg geparkt, damit wir einen schönen Spaziergang machen können, evtl. nochmal auf dem Spielplatz halt machen und einfach so lange, wie möglich Zeit miteinander verbringen.
Was ich nicht bedacht hatte: Weinfrühling.
Die Strecke, die wir zur Eisdiele laufen mussten, war voll gepackt mit Menschen und Weinständen. Und da wo keine Weinstände mehr waren, waren aber immer noch sehr viele Menschen.
Ich musste ihn also immer wieder tragen.
Dann der erste größere Tiefpunkt: das Geschäft mit der Rolltreppe, auf die er geht, wenn wir in der Bücherei sind, war zu. Ich befürchtete eine mittlere Katastrophe. Glücklicherweise war er aber einfach nur mal fünf Minuten in seiner Welt versunken.
Als wir dann endlich an der Eisdiele waren, gab es natürlich kein Halten mehr. Die Blicke von den anderen Gästen, eine spitze Bemerkung von einer älteren Dame... Nein, er kann nicht warten. Die Konzepte "es dauert noch" , "kommt gleich" oder "das Eis muss noch fertig in die Schalen verteilt werden" versteht er einfach nicht. Die Worte sind für ihn leer. Die Hälfte davon kann er nicht mal nachsprechen, wie sollen sie also überhaupt einen Sinn für ihn ergeben.
Er hat das Bedürfnis jetzt. JETZT. Das Eis muss einfach sofort kommen. Er jammerte schon, bevor wir überhaupt bestellt hatten. Ich kann es aussitzen. Dort. Zu Hause angekommen, lastet es schwer. Die Gedanken drehen sich und ich komme einfach zu keiner Lösung. Ich weiß nicht, wie ich es ihm begreiflich machen soll. Ich weiß nicht, wie ich auch für ihn die Situation erträglicher gestalten kann. Es ist einfach frustrierend.
Auf dem Rückweg konnte er ebenfalls die Menschen nicht ertragen. Zudem mussten wir die ein oder andere Straße überqueren und auf Radfahrer achten. Alles in allem also eine absolut unüberschaubare Situation für ihn. Und es gibt ja nichts schlimmeres für ihn, als wenn er in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Er nagelte mich irgendwann auf einem Stück Wiese fest, und kuschelte ewig. Versuchte zwar immer wieder zu verhandeln, ob er mal in den Fluss dürfe, akzeptierte aber das Nein.
Ich zog ihm dort die Schuhe aus. Das hilft ihm meistens sich besser zu spüren und so mit dem ein oder anderen besser klar zu kommen.
Es schaffte in der Tat auch Besserung. Er schaute zwei Frisbee-Spielern zu, ging auf zwei Spielplätze und rannte doch noch recht befreit auf der Grünfläche umher. Immerhin. Leider konnte er zu keinen Menschen Kontakt aufnehmen, sprach nicht mit Freunden, die wir trafen, hatte Angst vor den fremden Kindern auf dem Spielplatz und verlor sich völlig unter einem Brückenbogen, weil es dort so schön schalte und es Wasser gab. Ende vom Lied: Meltdown.
Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich ihn vorher getragen habe, wie oft ich ihm beim Rutschen helfen musste, wie oft ich gesagt habe, dass er sich, so wie zu Hause, trauen kann, wie oft ich ihm versichert habe, dass ich ihn beschütze. Vor Tieren und Menschen.
Im Auto fielen ihm immer wieder die Augen zu.
Zu Hause angekommen warteten schon seine Spielkameradinnen auf ihn, sie kamen ans Auto und riefen nach ihm, winkten, klopften an die Scheibe und wollten ihn anfassen. Und alles was er tun konnte, war die Hände wegzuschlagen, zu treten und den Kopf weg zudrehen.
Ich musste die Kinder dann - leider - nach Hause schicken. Es tat mir so leid. Für sie alle. Für Clemens, weil er nicht mehr konnte und dann doch noch in eine Situation geriet, die er nicht mehr handeln könnte. Für die Kinder, weil sie natürlich im ersten Moment etwas erschrocken waren und natürlich auch nicht richtig verstanden, weshalb ich sie wegschickte; bei uns herrscht eigentlich eine offene Haus- und Hofkultur.
Und für mich. Weil ich keines der beteiligten Kinder schützen konnte. Sie mussten alle eine Enttäuschung erleiden.
Als ich dann jetzt mit dem Hintern auf dem Stuhl saß, kam die Erschöpfung. 16 Kilo sind einfach schwer zu tragen. Immer präsent zu sein, ständig auf "Hab-Acht-Stellung", damit er nicht in eine Situation gerät, die er nicht schafft. Einen 360° Blick auf die Umgebung und auf die Emotionen.
Eigentlich war der Tag schön, trotz allem. Aber jetzt bin ich geschafft. Und mein Kind auch.
Es ist schwer. Immer am Maximum zu gehen, weil man sein Kind schützen will. Weil er eben nicht ist, wie die anderen.
Und es ist für ihn schwer am Maximum zu gehen, mit diesen ganzen Reizen, Situationen, (Un-)Überschaubarkeiten, inneren Kämpfen.
Es gibt Tage, da marschiert man durch, schafft das alles. Ganz easy.
Und es gibt Tage, da liegt es wie bleiern auf einem.
Aber morgen ist wieder ein neuer Tag :-)
Bis Bald
Eure Stina
heute mal wieder was zum Thema Elternschaft.
Manchmal hat man so Tage, da drückt die ASS wie eine Bürde. Eine schwere Bürde.
Heute ist so ein Tag.
Clemens war in den letzten Wochen sehr intensiv. In so vielem.
Zum einen hat er einen unglaublichen Fortschritt im sozialen Bereich gemacht. Nicht nur in der KiTa, sondern auch zu Hause sucht er Kontakt zu den Kindern, geht auf sie zu, spricht sie an und die ein oder andere Person bekommt sogar eine Umarmung :-)
Zu Hause hat er es lieber überschaubar mit nur einem weiteren Spielgefährten, oder besser Spielgefährtin. Sobald es mehrere Kinder werden, wird es ihm zu viel und er zieht sich eher wieder zurück. Aber die Dynamik verschiebt sich dann ja eh. Die "normalen" Kinder suchen dann eher zueinander Kontakt. Ich denke, das kommt ihm durchaus gelegen. Nicht schön anzusehen, aber da muss man sich eben immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass sein, ich nenne es mal "Zustand" , dies eben mit sich bringt und es für uns schmerzhafter ist, als für ihn.
Außerdem beginnt er gerade auch mit diesen Kindern dieses "Alles-ist-meins-Spiel". Seine Puppen, seine Schaukel, er will rutschen... Die Liste ist endlos :-)
Dem entgegenzusetzen ist leider seine extreme Wut und sein doch vermehrtes Abschalten. Dadurch wird der Alltag zu einem unglaublichen Grenzgang. Ein Balanceakt auf einem Drahtseil unter dem Feuer züngelt.
Heute haben er und ich ein Mutter-Sohn-Date gehabt, was sehr schön und doch sehr anstrengend war.
Wir wollten in die Eisdiele und ich habe das Auto extra weiter weg geparkt, damit wir einen schönen Spaziergang machen können, evtl. nochmal auf dem Spielplatz halt machen und einfach so lange, wie möglich Zeit miteinander verbringen.
Was ich nicht bedacht hatte: Weinfrühling.
Die Strecke, die wir zur Eisdiele laufen mussten, war voll gepackt mit Menschen und Weinständen. Und da wo keine Weinstände mehr waren, waren aber immer noch sehr viele Menschen.
Ich musste ihn also immer wieder tragen.
Dann der erste größere Tiefpunkt: das Geschäft mit der Rolltreppe, auf die er geht, wenn wir in der Bücherei sind, war zu. Ich befürchtete eine mittlere Katastrophe. Glücklicherweise war er aber einfach nur mal fünf Minuten in seiner Welt versunken.
Als wir dann endlich an der Eisdiele waren, gab es natürlich kein Halten mehr. Die Blicke von den anderen Gästen, eine spitze Bemerkung von einer älteren Dame... Nein, er kann nicht warten. Die Konzepte "es dauert noch" , "kommt gleich" oder "das Eis muss noch fertig in die Schalen verteilt werden" versteht er einfach nicht. Die Worte sind für ihn leer. Die Hälfte davon kann er nicht mal nachsprechen, wie sollen sie also überhaupt einen Sinn für ihn ergeben.
Er hat das Bedürfnis jetzt. JETZT. Das Eis muss einfach sofort kommen. Er jammerte schon, bevor wir überhaupt bestellt hatten. Ich kann es aussitzen. Dort. Zu Hause angekommen, lastet es schwer. Die Gedanken drehen sich und ich komme einfach zu keiner Lösung. Ich weiß nicht, wie ich es ihm begreiflich machen soll. Ich weiß nicht, wie ich auch für ihn die Situation erträglicher gestalten kann. Es ist einfach frustrierend.
Auf dem Rückweg konnte er ebenfalls die Menschen nicht ertragen. Zudem mussten wir die ein oder andere Straße überqueren und auf Radfahrer achten. Alles in allem also eine absolut unüberschaubare Situation für ihn. Und es gibt ja nichts schlimmeres für ihn, als wenn er in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Er nagelte mich irgendwann auf einem Stück Wiese fest, und kuschelte ewig. Versuchte zwar immer wieder zu verhandeln, ob er mal in den Fluss dürfe, akzeptierte aber das Nein.
Ich zog ihm dort die Schuhe aus. Das hilft ihm meistens sich besser zu spüren und so mit dem ein oder anderen besser klar zu kommen.
Es schaffte in der Tat auch Besserung. Er schaute zwei Frisbee-Spielern zu, ging auf zwei Spielplätze und rannte doch noch recht befreit auf der Grünfläche umher. Immerhin. Leider konnte er zu keinen Menschen Kontakt aufnehmen, sprach nicht mit Freunden, die wir trafen, hatte Angst vor den fremden Kindern auf dem Spielplatz und verlor sich völlig unter einem Brückenbogen, weil es dort so schön schalte und es Wasser gab. Ende vom Lied: Meltdown.
Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich ihn vorher getragen habe, wie oft ich ihm beim Rutschen helfen musste, wie oft ich gesagt habe, dass er sich, so wie zu Hause, trauen kann, wie oft ich ihm versichert habe, dass ich ihn beschütze. Vor Tieren und Menschen.
Im Auto fielen ihm immer wieder die Augen zu.
Zu Hause angekommen warteten schon seine Spielkameradinnen auf ihn, sie kamen ans Auto und riefen nach ihm, winkten, klopften an die Scheibe und wollten ihn anfassen. Und alles was er tun konnte, war die Hände wegzuschlagen, zu treten und den Kopf weg zudrehen.
Ich musste die Kinder dann - leider - nach Hause schicken. Es tat mir so leid. Für sie alle. Für Clemens, weil er nicht mehr konnte und dann doch noch in eine Situation geriet, die er nicht mehr handeln könnte. Für die Kinder, weil sie natürlich im ersten Moment etwas erschrocken waren und natürlich auch nicht richtig verstanden, weshalb ich sie wegschickte; bei uns herrscht eigentlich eine offene Haus- und Hofkultur.
Und für mich. Weil ich keines der beteiligten Kinder schützen konnte. Sie mussten alle eine Enttäuschung erleiden.
Als ich dann jetzt mit dem Hintern auf dem Stuhl saß, kam die Erschöpfung. 16 Kilo sind einfach schwer zu tragen. Immer präsent zu sein, ständig auf "Hab-Acht-Stellung", damit er nicht in eine Situation gerät, die er nicht schafft. Einen 360° Blick auf die Umgebung und auf die Emotionen.
Eigentlich war der Tag schön, trotz allem. Aber jetzt bin ich geschafft. Und mein Kind auch.
Es ist schwer. Immer am Maximum zu gehen, weil man sein Kind schützen will. Weil er eben nicht ist, wie die anderen.
Und es ist für ihn schwer am Maximum zu gehen, mit diesen ganzen Reizen, Situationen, (Un-)Überschaubarkeiten, inneren Kämpfen.
Es gibt Tage, da marschiert man durch, schafft das alles. Ganz easy.
Und es gibt Tage, da liegt es wie bleiern auf einem.
Aber morgen ist wieder ein neuer Tag :-)
Bis Bald
Eure Stina
Arztbrief Update
Hallo ihr Lieben,
ein kleines Update bezüglich des Arztbriefes, den wir
IMMER NOCH NICHT HABEN !
Er sollte spätestens diese Woche eintrudeln. Wenn man ein wenig kulant ist und flexibel in der Auslegung von "Es dauert noch drei Wochen".
Um diese Aussage überhaupt zu bekommen, musste der Papa in der Praxis anrufen. Zwei Mal. Nur um beim zweiten Mal um Rückruf zu beten, da sich auf den ersten Anruf niemand regte.
Und wurde dann noch gefragt, woher denn auf einmal die Eile käme.
Während dem Diagnostikverfahren war ich wirklich zufrieden mit der Praxis, aber dass der Arztbrief so ewig braucht ist definitiv ein no-go. Er wurde uns zum Planungsgespräch schon zugesagt, das war Ende Januar.
Uns sind ohne die Hände gebunden. Wir bekommen ja nicht mal die Anträge ausgehändigt, um Frühförderung, I-Kraft etc zu beantragen.
Ich bin gespannt, ob sich bis Mitte der Woche etwas tut.
Stay tunded :-)
Bis bald
Eure Stina
ein kleines Update bezüglich des Arztbriefes, den wir
IMMER NOCH NICHT HABEN !
Er sollte spätestens diese Woche eintrudeln. Wenn man ein wenig kulant ist und flexibel in der Auslegung von "Es dauert noch drei Wochen".
Um diese Aussage überhaupt zu bekommen, musste der Papa in der Praxis anrufen. Zwei Mal. Nur um beim zweiten Mal um Rückruf zu beten, da sich auf den ersten Anruf niemand regte.
Und wurde dann noch gefragt, woher denn auf einmal die Eile käme.
Während dem Diagnostikverfahren war ich wirklich zufrieden mit der Praxis, aber dass der Arztbrief so ewig braucht ist definitiv ein no-go. Er wurde uns zum Planungsgespräch schon zugesagt, das war Ende Januar.
Uns sind ohne die Hände gebunden. Wir bekommen ja nicht mal die Anträge ausgehändigt, um Frühförderung, I-Kraft etc zu beantragen.
Ich bin gespannt, ob sich bis Mitte der Woche etwas tut.
Stay tunded :-)
Bis bald
Eure Stina
Montag, 2. April 2018
Weltautismustag
Hallo ihr Lieben,
hallo am Weltautismustag 2018
Tja, nun sitze ich hier, schreibe diesen Beitrag, hatte ihn vorher super vorbereitet... Und schreibe alles nun doch ganz anders, frei Schnauze sozusagen.
Unser erster Weltautismustag. Das löst zwiespältige Gefühle aus.
Zum einen ist es unsäglich traurig, dass wir in einer Gesellschaft leben, die einen extra Tag braucht, um ein besonderes Augenmerk auf gewisse Dinge zu legen. Wieso kann man nicht jeden Tag mit allem was man hat auf Krebs, Diabetes, MS,...., Autismus aufmerksam machen. Wieso muss es einen Tag geben, damit die Welt kurz inne hält und etwas näher schaut.
Und jetzt schlägt das schlechte Gewissen zu. Ich hatte vor der Diagnose auch kein besonderes Augenmerk auf dem Autismus. Es betraf mich nicht, war nicht Teil meiner Lebenswirklichkeit. Und so geht es uns doch allen. Sind wir nicht direkt mit etwas konfrontiert, entwickelt man meist kein Interesse für etwas.
Eigentlich ist heute noch Ostern. Für die Kinder auf jeden Fall. Aber für viele Eltern ist das heute nur zweitrangig.
Wir sitzen heute bei einem leckeren Essen, in gemütlicher Runde , beteiligen uns an Gesprächen und ertappen uns doch immer wieder dabei, dass wir unser Kind anschauen, dieses eine Kind, das mit einem Extra ausgestattet ist. Dieses eine Kind, auf das man so unglaublich stolz ist und das einem gleichzeitig so viele Sorgen bereitet.
In unserem Fall dieses eine Kind, was mit Musik und Reimen so viel anfangen kann, das aber einfach nicht sagen kann, dass es Durst oder Hunger hat. Dieses eine Kind, dass sich stundenlang mit Farbe beschäftigen kann, dass aber nicht sagen kann, dass ein Geräusch zu laut, ein Geruch zu penetrant ist. Das nicht sagen kann, dass die Welt es überfordert. Das nicht sagen kann, dass es Schmerzen hat.
Dieses eine Kind, was unglaublich freudig und warmherzig sein kann, wenn die Welt es nicht überrennt. Dieses eine Kind, das so viel Freude entwickeln kann, wenn Oma kommt. Dieses eine Kind, dass davon lebt uns körperlich nahe zu sein, weil nur Kuscheln oder Hand halten ihm genug Sicherheit geben.
Ich kann heute nichts anderes schreiben, als das, was ich sonst auch immer schreibe. Unser Leben ist das gleiche, meine Wünsche sind die gleichen.
Ich wünsche mir, dass man mit ganz viel Meinung, aber null Ahnung aufhört zu urteilen. Sondern lieber einen Schritt auf uns zu geht und fragt. Ihr da draußen könnt ihn und uns nur verstehen, wenn wir miteinander sprechen, statt hinter vorgehaltener Hand Mutmaßungen anzustellen.
Aufmerksamkeit für dieses Thema, Sensibilität für dieses Thema kann nur entstehen, in dem man redet, sich austauscht und aufeinander einlässt.
Ihn als verzogenes Balg zu titulieren, weil er auf dem Parkplatz steht , bitterlich weint, beim Anfassen von mir anfängt zu hauen, ist mehr als respektlos und verletzend. Uns schlechte Elternschaft vorzuwerfen, weil wir mit den Augen rollen oder ihn lautstark anfahren, ohne zu wissen, dass man im Vorfeld schon eine halbe Stunde mit Engelszungen auf ihn eingeredet hat, dass man seit über einer Stunde schon Alternativen und Ablenkungen anbietet und nichts greift.
Dass wir alle eine schlaflose Nacht hatten.
Wir schreien ihn nicht an, weil wir Eltern mit einem kurzen Geduldsfaden sind, oder weil wir schlechte Erziehungsmethoden haben.
Er lehrt uns jeden Tag auf's neue Geduld. Er lehrt uns Achtsamkeit. Aber er lehrt uns auch, dass das Fass irgendwann voll ist und man explodiert. Er lehrt uns, dass er irgendwann genug hat, der Kanal voll ist und er nicht mehr kann. Und er lehrt uns, dass es bei uns Eltern auch nicht anders ist!
Wir sind alle nur Menschen und das bringt nun mal mit sich, dass man unglaublich stark, aber auch unglaublich schwach sein kann.
Ich habe vorhin meine Facebook-App geöffnet und mir wurde eine Erinnerung angezeigt. Und zwar die Erinnerung vom 02.04.2014 !!!
Ein kleiner Reim. Der mich dazu bewogen hat, diesen ganzen Beitrag umzuwerfen.
"Ich bin das tiefe Himmelsblau,
der schöne, frische Morgentau.
Sucht mich und blickt im Dunkeln
in die Ferne - bei Nacht
bin ich das Funkeln eurer Sterne."
Heute vor vier Jahren hatte ich keine Ahnung, dass Weltautismustag ist. Vor vier Jahren war ich damit beschäftigt, den Verlust eines kleinen bohnenförmigen Menschleins zu verkraften.
Dieses kleine Menschlein, unser Zauberböhnchen, wusste mehr als wir. Es wusste, dass die Zeit noch nicht ganz gekommen war. Es wusste, dass einige Wochen später, aber alles perfekt sein würde. Dass es diesen kleinen besonderen Jungen gibt, der auf einem Stern sitzt und wartet, dass Eltern kommen, die für ihn bereit sind. Die ihn nehmen, wie er ist, die ihm den Raum geben, den er braucht, die ihn nicht brechen, die stattdessen für ihn und mit ihm kämpfen.
Er ist alles, was das Gedicht beschreibt!
Ja, die Zeiten mit einem ASS-Kind sind oft hart. Aber er weist uns den Weg! Er ist der Orientierungspunkt, der Knoten, der alles verbindet.
Er ist unser Kind, euer Enkel, euer Neffe, euer Nachbar, euer KiTa-Buddy.
Er ist es wehrt, sich auf ihn einzulassen. Sich um ihn zu bemühen, ihm Offenheit entgegen zubringen, ihn zu akzeptieren, zu formen und zu fördern.
Er soll nicht ausgeschlossen werden, weil er oder wir auch mal schreien. Er soll nicht ausgeschlossen werden, weil andere Angst haben. Ihr braucht keine Angst haben. Weder vor ihm, noch vor einem anderen Menschen mit ASS. Ihr braucht einfach nur Mut, um mit uns zu reden und ihr werdet sehen, wie leicht es für EUCH mit IHM sein kann.
Im Film "Wir kaufen einen Zoo" gibt es einen wunderschönen Satz: "...du musst nur 20 Sekunden mutig sein..."!
Das ist meine Botschaft für euch, bzw für jede einzelne Person an diesem 02.04.2018, an diesem Weltautismustag!
Sei mutig , überwinde deine Barriere, gehe offen auf uns und auf ihn zu!
Trau dich zu fragen!
Trau dich diesen einen Tag im Jahr dafür zu nutzen, dich besser über die Autismus-Spektrumstörung zu informieren!
Trau dich, deinen Horizont in diesem Thema zu erweitern!
Trau dich die Gesellschaft ein kleines Stückchen informierter werden zu lassen!
Trau dich die Gesellschaft ein wenig toleranter zu machen!
So viel für heute,
bis Bald
Eure Stina
hallo am Weltautismustag 2018
Tja, nun sitze ich hier, schreibe diesen Beitrag, hatte ihn vorher super vorbereitet... Und schreibe alles nun doch ganz anders, frei Schnauze sozusagen.
Unser erster Weltautismustag. Das löst zwiespältige Gefühle aus.
Zum einen ist es unsäglich traurig, dass wir in einer Gesellschaft leben, die einen extra Tag braucht, um ein besonderes Augenmerk auf gewisse Dinge zu legen. Wieso kann man nicht jeden Tag mit allem was man hat auf Krebs, Diabetes, MS,...., Autismus aufmerksam machen. Wieso muss es einen Tag geben, damit die Welt kurz inne hält und etwas näher schaut.
Und jetzt schlägt das schlechte Gewissen zu. Ich hatte vor der Diagnose auch kein besonderes Augenmerk auf dem Autismus. Es betraf mich nicht, war nicht Teil meiner Lebenswirklichkeit. Und so geht es uns doch allen. Sind wir nicht direkt mit etwas konfrontiert, entwickelt man meist kein Interesse für etwas.
Eigentlich ist heute noch Ostern. Für die Kinder auf jeden Fall. Aber für viele Eltern ist das heute nur zweitrangig.
Wir sitzen heute bei einem leckeren Essen, in gemütlicher Runde , beteiligen uns an Gesprächen und ertappen uns doch immer wieder dabei, dass wir unser Kind anschauen, dieses eine Kind, das mit einem Extra ausgestattet ist. Dieses eine Kind, auf das man so unglaublich stolz ist und das einem gleichzeitig so viele Sorgen bereitet.
In unserem Fall dieses eine Kind, was mit Musik und Reimen so viel anfangen kann, das aber einfach nicht sagen kann, dass es Durst oder Hunger hat. Dieses eine Kind, dass sich stundenlang mit Farbe beschäftigen kann, dass aber nicht sagen kann, dass ein Geräusch zu laut, ein Geruch zu penetrant ist. Das nicht sagen kann, dass die Welt es überfordert. Das nicht sagen kann, dass es Schmerzen hat.
Dieses eine Kind, was unglaublich freudig und warmherzig sein kann, wenn die Welt es nicht überrennt. Dieses eine Kind, das so viel Freude entwickeln kann, wenn Oma kommt. Dieses eine Kind, dass davon lebt uns körperlich nahe zu sein, weil nur Kuscheln oder Hand halten ihm genug Sicherheit geben.
Ich kann heute nichts anderes schreiben, als das, was ich sonst auch immer schreibe. Unser Leben ist das gleiche, meine Wünsche sind die gleichen.
Ich wünsche mir, dass man mit ganz viel Meinung, aber null Ahnung aufhört zu urteilen. Sondern lieber einen Schritt auf uns zu geht und fragt. Ihr da draußen könnt ihn und uns nur verstehen, wenn wir miteinander sprechen, statt hinter vorgehaltener Hand Mutmaßungen anzustellen.
Aufmerksamkeit für dieses Thema, Sensibilität für dieses Thema kann nur entstehen, in dem man redet, sich austauscht und aufeinander einlässt.
Ihn als verzogenes Balg zu titulieren, weil er auf dem Parkplatz steht , bitterlich weint, beim Anfassen von mir anfängt zu hauen, ist mehr als respektlos und verletzend. Uns schlechte Elternschaft vorzuwerfen, weil wir mit den Augen rollen oder ihn lautstark anfahren, ohne zu wissen, dass man im Vorfeld schon eine halbe Stunde mit Engelszungen auf ihn eingeredet hat, dass man seit über einer Stunde schon Alternativen und Ablenkungen anbietet und nichts greift.
Dass wir alle eine schlaflose Nacht hatten.
Wir schreien ihn nicht an, weil wir Eltern mit einem kurzen Geduldsfaden sind, oder weil wir schlechte Erziehungsmethoden haben.
Er lehrt uns jeden Tag auf's neue Geduld. Er lehrt uns Achtsamkeit. Aber er lehrt uns auch, dass das Fass irgendwann voll ist und man explodiert. Er lehrt uns, dass er irgendwann genug hat, der Kanal voll ist und er nicht mehr kann. Und er lehrt uns, dass es bei uns Eltern auch nicht anders ist!
Wir sind alle nur Menschen und das bringt nun mal mit sich, dass man unglaublich stark, aber auch unglaublich schwach sein kann.
Ich habe vorhin meine Facebook-App geöffnet und mir wurde eine Erinnerung angezeigt. Und zwar die Erinnerung vom 02.04.2014 !!!
Ein kleiner Reim. Der mich dazu bewogen hat, diesen ganzen Beitrag umzuwerfen.
"Ich bin das tiefe Himmelsblau,
der schöne, frische Morgentau.
Sucht mich und blickt im Dunkeln
in die Ferne - bei Nacht
bin ich das Funkeln eurer Sterne."
Heute vor vier Jahren hatte ich keine Ahnung, dass Weltautismustag ist. Vor vier Jahren war ich damit beschäftigt, den Verlust eines kleinen bohnenförmigen Menschleins zu verkraften.
Dieses kleine Menschlein, unser Zauberböhnchen, wusste mehr als wir. Es wusste, dass die Zeit noch nicht ganz gekommen war. Es wusste, dass einige Wochen später, aber alles perfekt sein würde. Dass es diesen kleinen besonderen Jungen gibt, der auf einem Stern sitzt und wartet, dass Eltern kommen, die für ihn bereit sind. Die ihn nehmen, wie er ist, die ihm den Raum geben, den er braucht, die ihn nicht brechen, die stattdessen für ihn und mit ihm kämpfen.
Er ist alles, was das Gedicht beschreibt!
Ja, die Zeiten mit einem ASS-Kind sind oft hart. Aber er weist uns den Weg! Er ist der Orientierungspunkt, der Knoten, der alles verbindet.
Er ist unser Kind, euer Enkel, euer Neffe, euer Nachbar, euer KiTa-Buddy.
Er ist es wehrt, sich auf ihn einzulassen. Sich um ihn zu bemühen, ihm Offenheit entgegen zubringen, ihn zu akzeptieren, zu formen und zu fördern.
Er soll nicht ausgeschlossen werden, weil er oder wir auch mal schreien. Er soll nicht ausgeschlossen werden, weil andere Angst haben. Ihr braucht keine Angst haben. Weder vor ihm, noch vor einem anderen Menschen mit ASS. Ihr braucht einfach nur Mut, um mit uns zu reden und ihr werdet sehen, wie leicht es für EUCH mit IHM sein kann.
Im Film "Wir kaufen einen Zoo" gibt es einen wunderschönen Satz: "...du musst nur 20 Sekunden mutig sein..."!
Das ist meine Botschaft für euch, bzw für jede einzelne Person an diesem 02.04.2018, an diesem Weltautismustag!
Sei mutig , überwinde deine Barriere, gehe offen auf uns und auf ihn zu!
Trau dich zu fragen!
Trau dich diesen einen Tag im Jahr dafür zu nutzen, dich besser über die Autismus-Spektrumstörung zu informieren!
Trau dich, deinen Horizont in diesem Thema zu erweitern!
Trau dich die Gesellschaft ein kleines Stückchen informierter werden zu lassen!
Trau dich die Gesellschaft ein wenig toleranter zu machen!
So viel für heute,
bis Bald
Eure Stina
Montag, 19. März 2018
Ein Lebenszeichen :-)
Hallo ihr Lieben,
hier war es in den letzten Wochen wirklich sehr still.
Ich melde mich heute aus dem Krankenlager :-)
Die Kinder sind krank. Die Kleine mittlerweile seit 17 Wochen Dauerkrank und Clemens ist eine Woche krank, eine Woche gesund, wieder krank, etc...
Neben Bronchitis und regelmäßigen Mittelohrentzündungen haben wir uns noch mit Influenza und Magen-Darm rumgeschlagen.
Clemens hat seit zwei Wochen Durchfall und es wird einfach nicht besser. Unser Kinderarzt hat sich in der Zeit leider nicht mit Ruhm bekleckert und deshalb läuft das Ganze ab heute über unsere Hausärztin. Hoffentlich kann ihm geholfen werden.
Ansonsten wollte ich euch noch kurz über unsere Umgestaltung des Hauses updaten:
Im Flur und im Wohnzimmer sind wir soweit fertig. Und was soll ich sagen, es klappt :-)
Allein schon die farbliche Gestaltung hat auf ihn gewirkt. Ich bin gespannt, wie es wird, wenn wir sein Zimmer autismusfreundlicher gestaltet haben.
Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Wir warten immer noch auf den Arztbrief, Clemens ist völlig im Eiskönigin-Fieber, das sind leider aktuell auch die einzigen Sequenzen am Tag, an denen er umgänglich ist. Er ist extrem schnell aggressiv im Moment und nimmt Reize wieder vermehrt über den Mund auf, alles wird angeleckt und in den Mund gesteckt. Er möchte wenig raus gehen, was für ihn ja wirklich untypisch ist.
Ich glaube, die Mischung aus dem körperlichen Unwohlsein und dem nicht vorhandenen Ausgleich durch den KiGa , gehen ihm ziemlich auf den Zeiger.
Außerdem spricht er aktuell vermehrt und zitiert auch nochmal eine Ladung Bücher, die er vorher auch nicht wiedergegeben hat. Es geht also vermutlich gerade ziemlich heftig zu in seinem Kopf. ich hätte ihm ne Synapsenparty gegönnt, aber das scheint leider nicht so der Fall zu sein. Es scheint eher ein ziemlich unangenehmes Feuer zu sein.
So, das war es für heute
Bis bald
Eure Stina
hier war es in den letzten Wochen wirklich sehr still.
Ich melde mich heute aus dem Krankenlager :-)
Die Kinder sind krank. Die Kleine mittlerweile seit 17 Wochen Dauerkrank und Clemens ist eine Woche krank, eine Woche gesund, wieder krank, etc...
Neben Bronchitis und regelmäßigen Mittelohrentzündungen haben wir uns noch mit Influenza und Magen-Darm rumgeschlagen.
Clemens hat seit zwei Wochen Durchfall und es wird einfach nicht besser. Unser Kinderarzt hat sich in der Zeit leider nicht mit Ruhm bekleckert und deshalb läuft das Ganze ab heute über unsere Hausärztin. Hoffentlich kann ihm geholfen werden.
Ansonsten wollte ich euch noch kurz über unsere Umgestaltung des Hauses updaten:
Im Flur und im Wohnzimmer sind wir soweit fertig. Und was soll ich sagen, es klappt :-)
Allein schon die farbliche Gestaltung hat auf ihn gewirkt. Ich bin gespannt, wie es wird, wenn wir sein Zimmer autismusfreundlicher gestaltet haben.
Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Wir warten immer noch auf den Arztbrief, Clemens ist völlig im Eiskönigin-Fieber, das sind leider aktuell auch die einzigen Sequenzen am Tag, an denen er umgänglich ist. Er ist extrem schnell aggressiv im Moment und nimmt Reize wieder vermehrt über den Mund auf, alles wird angeleckt und in den Mund gesteckt. Er möchte wenig raus gehen, was für ihn ja wirklich untypisch ist.
Ich glaube, die Mischung aus dem körperlichen Unwohlsein und dem nicht vorhandenen Ausgleich durch den KiGa , gehen ihm ziemlich auf den Zeiger.
Außerdem spricht er aktuell vermehrt und zitiert auch nochmal eine Ladung Bücher, die er vorher auch nicht wiedergegeben hat. Es geht also vermutlich gerade ziemlich heftig zu in seinem Kopf. ich hätte ihm ne Synapsenparty gegönnt, aber das scheint leider nicht so der Fall zu sein. Es scheint eher ein ziemlich unangenehmes Feuer zu sein.
So, das war es für heute
Bis bald
Eure Stina
Freitag, 16. Februar 2018
Familypride
Ihr Lieben ,
heute möchte ich euch um etwas bitten.
Parallel zu diesem Post habe ich auf meinem Insta-Profil eine kleine Kampagne gestartet.
Das Motto: familypride
Mit Hilfe der lieben Tini von https://www.tini-fotografiert.de/ haben wir ein paar tolle Bilder geschossen, mit denen wir zeigen möchten, dass wir stolz sind auf unsere Familie. Und das der Autismus zu uns gehört!
Tini, ohne dich wäre die Aktion vermutlich so nicht umsetzbar gewesen. Danke!
Seit der Diagnose haben wir emotional einiges durch. Zum einen unsere eigenen Gefühle. Trauer, dass das Leben nicht so läuft, wie geplant. Trauer über die Bürde. Trauer über Augrenzung und Verurteilung.
Viel Mitleid schlug uns entgegen.
Unsere Trauer ist versiegt. Das Mitleid nicht.
Aber Leute!!!
Das Leben ist nicht weniger lebenswert durch die Aufgabe, die wir mit dem Autismus bekommen haben!
Ja, unser Leben ist mit mehr Entbehrungen gespickt, als das Leben von Eltern mit normalen Kindern. Wir brauchen öfter mal eine Auszeit, öfter ein Ohr und eine Schulter zum Ausheulen. Aber das macht das Leben nicht weniger schön, als das von normalen Familien.
Der Autismus bedarf keinem Mitleid. Er bedarf Unterstützung und Zuwendung!
Ich möchte euch dazu aufrufen, mitzumachen. Zeigt uns auf was ihr stolz seid. Egal, ob ihr ein Kind mit Extra habt oder nicht. Ob ihr zwei Mamas, Papas oder Alleinerziehend seid.
Jeder hat das Recht auf seine Familie stolz zu sein!
heute möchte ich euch um etwas bitten.
Parallel zu diesem Post habe ich auf meinem Insta-Profil eine kleine Kampagne gestartet.
Das Motto: familypride
Mit Hilfe der lieben Tini von https://www.tini-fotografiert.de/ haben wir ein paar tolle Bilder geschossen, mit denen wir zeigen möchten, dass wir stolz sind auf unsere Familie. Und das der Autismus zu uns gehört!
Tini, ohne dich wäre die Aktion vermutlich so nicht umsetzbar gewesen. Danke!
Seit der Diagnose haben wir emotional einiges durch. Zum einen unsere eigenen Gefühle. Trauer, dass das Leben nicht so läuft, wie geplant. Trauer über die Bürde. Trauer über Augrenzung und Verurteilung.
Viel Mitleid schlug uns entgegen.
Unsere Trauer ist versiegt. Das Mitleid nicht.
Aber Leute!!!
Das Leben ist nicht weniger lebenswert durch die Aufgabe, die wir mit dem Autismus bekommen haben!
Ja, unser Leben ist mit mehr Entbehrungen gespickt, als das Leben von Eltern mit normalen Kindern. Wir brauchen öfter mal eine Auszeit, öfter ein Ohr und eine Schulter zum Ausheulen. Aber das macht das Leben nicht weniger schön, als das von normalen Familien.
Der Autismus bedarf keinem Mitleid. Er bedarf Unterstützung und Zuwendung!
Ich möchte euch dazu aufrufen, mitzumachen. Zeigt uns auf was ihr stolz seid. Egal, ob ihr ein Kind mit Extra habt oder nicht. Ob ihr zwei Mamas, Papas oder Alleinerziehend seid.
Jeder hat das Recht auf seine Familie stolz zu sein!
Mittwoch, 14. Februar 2018
Lange war es still
Hallo ihr lieben Leser da draußen :-)
Hier war es lange Zeit recht still.
Irgendwie gab es nicht viel zu berichten.
Nachdem unser letzter Termin ja leider nicht wirklich befriedigend lief und ich etwas auf den Folgetermin gehofft hatte, mussten wir die nächste Enttäuschung einstecken.
Dieser Termin wurde nämlich verschoben. Wir haben also immer noch keinen Arztbrief. Und dementsprechend können wir auch nichts wirklich voran treiben.
Es ist etwas frustrierend. Zeit ist doch so kostbar. Und man möchte doch schnellstmöglich Hilfe für das Kind.
Aber es gibt auch einige positive Dinge zu berichten :-)
Clemens hat wieder einen großen Schritt gemacht. Er zitiert nun auch Bücher, die sich nicht reimen oder auf Englisch sind. Außerdem kommt er aus dem Zählen nun immer mehr raus und kann die Zahlen auch in anderen Kontexten erfassen.
Und, und das ist vermutlich der wichtigste Schritt: er hat Interesse an dem Spiel mit anderen Kindern entwickelt. Es sind immer nur kurze Sequenzen, aber das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung.
Ansonsten habe ich nun angefangen, das Haus umzugestalten. Das Ziel ist, eine klare Umgebung zu schaffen, möglichst reizarm und Autonomie fördernd. In diesem Zug soll auch etwas Minimalismus Einzug halten. Ich werde berichten, wie erfolgreich wir mit diesem Projekt sind ;-)
Bis hierhin :-)
Habt's fein
Eure Stina
Hier war es lange Zeit recht still.
Irgendwie gab es nicht viel zu berichten.
Nachdem unser letzter Termin ja leider nicht wirklich befriedigend lief und ich etwas auf den Folgetermin gehofft hatte, mussten wir die nächste Enttäuschung einstecken.
Dieser Termin wurde nämlich verschoben. Wir haben also immer noch keinen Arztbrief. Und dementsprechend können wir auch nichts wirklich voran treiben.
Es ist etwas frustrierend. Zeit ist doch so kostbar. Und man möchte doch schnellstmöglich Hilfe für das Kind.
Aber es gibt auch einige positive Dinge zu berichten :-)
Clemens hat wieder einen großen Schritt gemacht. Er zitiert nun auch Bücher, die sich nicht reimen oder auf Englisch sind. Außerdem kommt er aus dem Zählen nun immer mehr raus und kann die Zahlen auch in anderen Kontexten erfassen.
Und, und das ist vermutlich der wichtigste Schritt: er hat Interesse an dem Spiel mit anderen Kindern entwickelt. Es sind immer nur kurze Sequenzen, aber das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung.
Ansonsten habe ich nun angefangen, das Haus umzugestalten. Das Ziel ist, eine klare Umgebung zu schaffen, möglichst reizarm und Autonomie fördernd. In diesem Zug soll auch etwas Minimalismus Einzug halten. Ich werde berichten, wie erfolgreich wir mit diesem Projekt sind ;-)
Bis hierhin :-)
Habt's fein
Eure Stina
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